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ESTODA® heißt ESsential Technique of Oriental DAnce. Zu Deutsch: Essentielle Technik des Orientalischen Tanzes. Das 1996 definierte ESTODA-System basiert physikalisch auf den drei Raumachsen und den Möglichkeiten des menschlichen Körpers, Becken und Brustkorb voneinander isoliert auf diesen Raumachsen zu verschieben und mit ihnen um sie zu drehen. Aus den zeitlichen und räumlichen Verbindungsmöglichkeiten der Verschiebungen und Drehungen, z. T. in Kombination mit Schritten, lassen sich alle Bewegungen des Orientalischen Tanzes zusammensetzen und absolut exakt und einfach verständlich beschreiben. Die Ausbildung zur/zum ESTODA-LehrerIn konzentriert sich vollkommen auf den Teilaspekt Tanztechnik sowie deren Vermittlung und garantiert höchstmöglichen Standard an technischem Können und didaktischem Know-how. Sie umfasst 130 Stunden Elementartechnik des Orientalischen Tanzes (Modul 1-4) und 72 Stunden Methodik/Didaktik (Modul 5). Am Ende des 5 Moduls erfolgt die Abschlussprüfung, die aus einer theoretischen und einer praktischen Prüfung sowie einer Abschlussarbeit besteht. Die Bewertung erfolgt durch einen externen Prüfer. Djamilas Erfahrungen mit der ESTODA-Ausbildung hat sie in einem Zeitungs-Artikel zusammengefasst, der im Januar 2006 in der Fachzeitschrift Tanz Oriental veröffentlicht wurde. Hier der Artikel:
Es ist vorbei, aus, geschafft! Zwei Jahre Estoda®-Ausbildung liegen hinter mir, und fast scheint die Zeit im Fluge vergangen zu sein. Wie hat alles angefangen? 2002 organisierte ich einen WS mit Said el Amir
-die Zusammenarbeit klappte auf Anhieb, und kurz darauf kam von ihm
das Angebot, ob ich Lust hätte die Estoda®-Ausildung mit Yasmin
al Ghazali in Frankfurt anzubieten. Estoda®? Ich hatte zwar schon
davon gehört, mich aber noch nicht weiter damit beschäftigt.
Yasmin lebte noch in Spanien; in Deutschland lief gerade erst die Ausbildung
im Ruhrgebiet an; war also noch nahezu unbekannt. Ich las mir also die
Infos durch und diskutierte mit Yasmin per Email, die mir das System
nochmal genauer erklärte. Das klang alles recht logisch, und angespornt
durch Yasmins Denksportaufgaben (Es gibt insgesamt 9 Achten im oT, jede
bestehend aus einer Kurve und Geraden - welche sind das? Tüftel
mal ein bisschen! Vor-/rückwärts sowie auf-/abwärts zählen
übrigens als eine Bewegung. Grübel!) fing ich langsam aber
sicher Feuer. Gut zwei Wochen gab ich mir Bedenkzeit: Stand ich wirklich
hinter der Idee? Konnte ich mich damit identifizieren? Schließlich
stand mein Einschluss fest: Ich wollte Estoda® haben! 1. Es gibt kein richtig
und kein falsch! Estoda® erhebt keinen Anspruch auf alleinige
Gültigkeit. Einer der Kernsätze der Estoda®-Ausbildung
lautet: "Alles, was bisher getanzt wurde, war und ist richtig...
Alles, was vorher gelernt wurde, kann behalten und bewahrt werden."
Das war von Anfang an beruhigend zu wissen. Alles konnte beibehalten
werden, und dennoch kam so viel Neues hinzu! Mein Fazit der ESTODA®-Ausbildung und der Arbeit mit diesen System lautet daher: ESTODA® engt nicht ein und schreibt nicht vor, sondern gibt einem im Gegenteil künstlerische Freiheit und erweitert das Repertoire jeder Tänzerin. Der einzige Punkt, den ich manchmal bedaure, ist, ESTODA® nicht schon früher kennen gelernt zu haben. Es hätte mir in meiner tänzerischen Entwicklung sicher manches erleichtert. Aber ich bin froh und dankbar, dass ich es jetzt und in Zukunft nutzen kann. Ein ebenso einfaches wie geniales System, das ich nicht mehr missen möchte! Von daher kann ich nur sagen: ESTODA® hat mir in vielerlei Hinsicht etwas gebracht (Danke Yasmin!) und ich kann jeder Tänzerin und Lehrerin - egal, wie lange sie schon tanzt oder welche Ambitionen sie hat - nur empfehlen, es einmal selbst auszuprobieren! Djamila
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